The Undersea Journal Zweites Quartal 2019 – Jetzt erhältlich

Jedes Quartal liefert The Undersea Journal Geschichten und Artikel, die dich als PADI Professional informieren und inspirieren.

Die Ausgabe des zweiten Quartals 2019 enthält Beiträge zu: Offensive gegen den Gruppengedanken, Willkommenskultur für dein Tauchgeschäft, Ehrung langjähriger PADI Mitglieder für ihren engagierten Einsatz, warum Dive Against Debris wichtig ist und viele weitere Artikel.

Du hast auf diese Ausgabe über verschiedene digitale Lesemöglichkeiten Zugriff:

Wenn du dich für die Druckversion entschieden hast, wird sie an deine Postanschrift geliefert.

Solltest du Fragen haben, wende dich bitte an customerservices.emea@padi.com

 

Der Evolution-Videowettbewerb von PADI/GoPro hat begonnen

PADI hat sich mit GoPro zusammengeschlossen, um einen dreiteiligen Videowettbewerb mit dem Titel „Evolution“ vorzustellen, der bis einschließlich Oktober 2019 stattfindet. Ob es sich um ein versunkenes Schiff in Ihrem Lieblingssteinbruch handelt, eine unvergessliche Begegnung mit einer Schildkröte oder um Freitauchen über einem lebhaften Riff: Sie und Ihre Taucher können wertvolle Preise gewinnen, indem Sie Ihre Video- und Bearbeitungsfähigkeiten zeigen. Das Beste daran ist, dass die Wettbewerbe eine Möglichkeit sind, Ihr Geschäft durch Spezialkurse und Kameraverkäufe zu steigern.

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Mache die nächsten Schritte und profitiere vom 5-für-4-Angebot

Mache die nächsten Schritte und profitiere vom 5-für-4-Angebot. Das sind 5 Specialty Instructor Nachweise zum Preis von 4!

Mehr Tauchen und mehr Spaß beim Weitergeben von deinen Interessen – darum geht es beim Unterrichten von Spezialkursen. Am besten lernst du wie du deine Spezialkurse wirklich speziell gestaltest von deinem örtlichen PADI Course Director bei einem Specialty Instructor Kurs. Specialty Instructor Kurse vermitteln dir Unterrichtstipps und praktische Erfahrungen, die du sofort umsetzen kannst. Mit mehr als 25 PADI Spezialkursen und zahlreichen Sonder-Spezialkursen hast du eine große Auswahl – lege also gleich los!

Alle PADI Instructor profitieren davon, Specialty Instructor Kurse zu absolvieren – besonders diejenigen, die zum Master Scuba Diver™ Trainer (MSDT) aufsteigen wollen, denn dafür sind mindestens fünf PADI Specialty Instructor Nachweise nötig.

Wichtig: Dieses Angebot gilt nur für einen Specialty Instructor Antrag, der für alle fünf Specialty Instructor Ratings gleichzeitig gestellt werden muss. Du kannst auch 10 Spezialkurse zum Preis von 8 oder 15 Spezialkurse zum Preis von 12 beantragen.

Finde dein örtliches PADI Five Star Instructor Development Center

Wenn du Fragen hast oder weitere Informationen benötigst, wende dich an customerservices.emea@padi.com

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Von DAN Mitarbeitern

Eine schwere Verbrennung – selbst ein Sonnenbrand – kann das Ende eines erlebnisreichen Tauchgangs bedeuten. Du kannst Maßnahmen zum Schutz vor Verbrennungen ergreifen und dennoch lassen sie sich nicht immer verhindern: Im geschäftigen Treiben auf einem Tauchboot kann es zur versehentlichen Berührung eines heißen Kompressors oder Herdes kommen – oder jemand kann einfach zu viel Zeit in der Mittagssonne verbracht haben.

Zu wissen, wie Verletzungen behandelt werden und wie man dafür sorgt, dass Taucher sich dennoch wohl fühlen kann den entscheidenden Unterschied zwischen einem kleinen Vorfall und einem ruinierten Urlaub ausmachen. Frische deine Fertigkeiten in Erster Hilfe bei Verbrennungen auf und sorge für glückliche Kunden auf deinem nächsten Trip.

Unterschiedliche Verbrennungsarten

Verbrennungen entstehen, wenn Gewebe mehr Energie ausgesetzt wird, als es verträgt. Diese Energie kann von Chemikalien, Hitze, Strahlung oder Elektrizität ausgehen.

  • Verätzungen durch Chemikalien werden zum Beispiel hervorgerufen, wenn ätzende Chemikalien an die Haut kommen. Ist die Chemikalie trocken, hilf dem Verletzten beim abbürsten der Substanz und ziehe das entsprechende Material-Sicherheitsdatenblatt zu Rate, welches für gewöhnlich auf der Rückseite des Behälters abgebildet ist. Wenn im Sicherheitsdatenblatt nicht anders angegeben, spüle die Haut gründlich mit Wasser ab.
  • Verbrennungen durch Hitze sind beim Tauchen weitaus häufiger anzutreffen. Sie entstehen durch Kontakt mit Heizgeräten, heißem Wasser oder Feuer. Aber selbst diese sind im Vergleich zu Verbrennungen durch Strahlung selten.
  • Sonnenbrände sind die häufigsten Verbrennungen unter Tauchern. Sie entstehen durch die Strahlung der Sonne, weniger durch Hitze, und repräsentieren die häufigste Ursache für Verbrennungen unter Outdoorliebhabern.

 

Erste Hilfe

Nachdem du die Ursache der Verbrennung entfernt hast (ätzende Chemikalien, ungeschützte Haut in der Sonne, elektrischen Strom oder die Hitzequelle), musst du dich zunächst um die Atemwege, die Atmung und den Blutkreislauf des verletzten Tauchers kümmern. Abgesehen von dabei möglicherweise entdeckten medizinischen Notfällen, ist der nächste Schritt die Verbrennung für mindestens 15 bis 30 Minuten mit kühlem Wasser (Süß- oder Salzwasser) zu spülen.

Es kann nach einer Verbrennung schwierig sein, tiefer liegende Gewebeschichten zu kühlen. Den Verbrennungsbereich über einen längeren Zeitraum zu kühlen kann weitere Verletzungen verhindern. Bekleidung, Füßlinge oder Schuhe, Schmuck oder sonstige Accessoires sollten von der betroffenen Haut entfernt werden während sie mit Wasser gespült wird.

Beurteilung der Verletzung

Ist die Verbrennung abgekühlt, beginne die Verletzung zu beurteilen und zu versorgen. Verbrennungen werden entsprechend der betroffenen Hautschichten in oberflächliche, mitteltiefe und tiefe Verbrennungen eingeteilt.

  • Verbrennungen der oberen Hautschichten zeigen an den betroffenen Stellen Rötungen, geben Wärme ab und sind leicht geschwollen.
  • Verbrennungen mitteltiefer Gewebeschichten zeigen häufig Blasen auf der Haut und können sehr schmerzhaft sein.
  • Verbrennungen tiefer Gewebeschichten sind die schwerwiegendsten. Sie betreffen alle Hautschichten und zerstören Nerven und Fettgewebe. Tiefe Verbrennungen können entweder schwarz und verkohlt oder weiß und wachsartig aussehen und werden manchmal aufgrund der durch die Verbrennung verursachten Nervenschäden als schmerzlos beschrieben. Sie sind jedoch fast überall von mitteltiefen Verbrennungen umgeben, die starke Schmerzen verursachen.

Oberflächliche Verbrennungen kannst du behandeln, indem du sie vorsichtig mit Wasser und Seife reinigst, gründlich spülst und trocken tupfst. Die Wunden können etwas gereinigt werden, vermeide es dabei aber, geschlossene Bläschen zu öffnen. Sorge dafür, die Wunde nicht weiter zu reizen, trage eine antibiotische Salbe auf und schütze sie mit einem nicht-haftenden Verband. Wechsle den Verband täglich.

Kleine, mitteltiefe Verbrennungen können auf die gleiche Weise versorgt werden, aber alle größeren oder tieferen Verbrennungen sollten von einem Arzt untersucht und behandelt werden. Die Behandlung solcher Verbrennungen ist unterwegs schwierig, zudem bergen sie erhebliche Flüssigkeitsverlusts- und Infektionsrisiken. Im Falle von mitteltiefen Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperfläche bedecken oder einer tiefgehenden Verbrennung kann die sofortige medizinische Notversorgung des Verletzten erforderlich sein.

Weitere Informationen zur Behandlung von Verbrennungen und anderen Verletzungen erhältst du auf DAN.org/Health.

Tauchen lehren ist Leben lehren

Bereits in den 1950er Jahren zeigte die wissenschaftliche Forschung auf, dass die Ausübung einer Sportart Vorteile mit sich bringt. Frühe Studien konzentrierten sich auf körperliche Aktivität bei Mannschaftssportarten. Die heutige Forschung hat einen weiteren Blickwinkel und betrachtet sowohl geistige als auch körperliche Veränderungen. Außerdem wendet sie sich nicht nur Mannschaftssportarten zu, sondern schließt Abenteuer- und Extremsportarten mit ein. Dazu gehören Mountainbiking, Kajakfahren, Basejumping und (selbstverständlich) Tauchen. Die jüngsten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Sportarten, die einen Adrenalinschub auslösen, zur Entwicklung von Fähigkeiten für das tägliche Leben führen.

Fähigkeiten fürs Leben: Selbstvertrauen, Eigenständigkeit, Selbstbeherrschung

Abenteuersportarten werden tendenziell individueller ausgeführt und bergen höhere Risiken als Mannschaftssportarten. Die Sportler lernen dabei, sich beim Austritt aus ihrer Komfortzone auf sich selbst zu verlassen und stärken dadurch ihr Selbstvertrauen. Viele Abenteuersportarten (so auch das Tauchen) haben zudem starke Aspekte der Zusammenarbeit, wodurch soziale und kooperative Interaktion ebenso geschult wird, wie bei der Ausübung von Mannschaftssportarten.

Einzelberichte und Forschungsergebnisse belegen, dass Abenteuersportler dazu neigen, ruhig, selbstbewusst und mental stabil zu sein, über Selbstbeherrschung zu verfügen und mit Belastungssituationen umgehen zu können. Eine Studie ergab, dass Extremsportler, die Angst und brenzlige Situationen erleben, nicht nur besser mit Angst umgehen können, sondern auch mehr Demut zeigen.

Mit der Umwelt im Einklang

Anders als Feld-/Stadionsportarten, die für gewöhnlich in dafür gebauten Sportplätzen, Stadien und Parks stattfinden, bewegen sich Abenteuersportler meist in der Natur, da ihre Sportarten relativ unberührte Umgebungen erfordern. Daraus entwickeln sie häufig eine positive, schützende Beziehung zu ihrer Umwelt – denn ihre Aktivität findet in die Umwelt integriert, nicht davon getrennt, statt. Dieser soziale Nutzen, so die weit verbreitete Meinung, bringt umweltbewusste, einfühlsame Lernende hervor. Das ist wichtig, weil unsere gemeinsame Zukunft von unserem Verhältnis zur Umwelt abhängt.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans allemal

Es ist bekannt, dass körperliche Aktivität unserer Gesundheit im Alter zugutekommt. Außerdem scheinen geeignete geistige Herausforderungen den mentalen Abbau zu verhindern und teilweise sogar umzukehren. Studien zeigen, dass ältere Menschen, die weiterhin neue Fähigkeiten erlernen, tendenziell aktiver sind und sich an gesteigerten kognitiven Leistungen und einem besseren Gedächtnis erfreuen. Dazu zeigt die Forschung, dass dieses Lernen sowohl Ansprüche an das Denk- als auch das Erinnerungsvermögen stellen muss. Die meisten Abenteuersportarten erfordern neue Fähigkeiten -Planen, Umstände beurteilen und soziales Interagieren machen sie zu brauchbaren Mitteln zum Zweck, um den geistigen Abbau älterer Menschen zu verlangsamen sowie körperliche Aktivität zu fördern. Die einzige Einschränkung entsteht, wenn ältere Menschen den körperlichen Anforderungen einer Abenteuersportart nicht mehr nachkommen können.

Die Kernpunkte

Von allen Abenteuersportarten ist Tauchen wahrscheinlich diejenige, die sich für die meisten Altersgruppen, Kulturen, körperlichen Fähigkeiten und weitere demografische Aspekte eignet. Es ist vermutlich die Abenteuersportart mit dem größten Angebot für ältere Menschen. Dank dieser Besonderheiten profitieren die unterschiedlichsten Zielgruppen mit verschiedenen, speziellen Interessen und Bedürfnissen vom Tauchen.

  1. Du unterrichtest nicht „nur Tauchen“. Du vermittelst Fähigkeiten mit vielseitigem, persönlichem Nutzen. Diese Botschaft kann wichtig sein, wenn du die Möglichkeiten Tauchen zu lernen verschiedenen Zielgruppen oder Individuen vorstellst.
  2. Vermarkte die zusätzlichen Vorteile. Besonders bei Organisationen wie Jugend-, Senioren- oder Umweltgruppen sind genau diese Vorteile der persönlichen Entwicklung und Verbundenheit mit der Umwelt Gründe, die zur Teilnahme am Tauchen motivieren oder dir erlauben, es den Mitgliedern anzubieten.
  3. Biete es den „Einzelkämpfern“ an. Gerätetauchen spricht häufig Menschen an, die nicht am Mannschaftssport teilnehmen können oder wollen und bietet dennoch viele derselben Vorzüge.
  4. Biete es auch den „Teamplayern“ an. Tauchen zieht ebenso häufig Menschen an, die gerne Mannschaftssportarten ausüben. Gerätetauchen ist für Gruppen eine Sportart mit mehr Individualität, die sie dennoch gemeinsam genießen können und die einige außergewöhnliche Herausforderungen und Vorteile mit sich bringt.
  5. Weiterbildung. Ältere Taucher haben vielleicht das Gefühl, „nur“ den PADI® Open Water Diver machen zu wollen. Die weitere Ausbildung bietet jedoch eine neue, tiefere geistige Förderung sowie soziale und körperliche Aktivität – und die damit verbundenen Vorteile für ältere Menschen.

Referenzen

  • Association for Psychological Science (2013) Learning new skills keeps an aging mind sharp. (psychologicalscience.org/news/releases/learning-new-skills-keeps-an-aging-mind-sharp.html)
  • English Outdoor Council. Values and benefits of outdoor education, training and recreation. (englishoutdoorcouncil.org/Values_and_benefits.htm)
  • Adventure sports. (learn.healthpro.com/adventure-sports/)
  • Mathis, B. (2017) What are the benefits of adventure sports? (livestrong.com/article/149821-what-are-the-benefits-of-adventure-sports/)
  • OMG Lifestyle (2017) Major health benefits of adventure sports. (omglifestyle.co.uk/major-health-benefits-adventure-sports/)
  • Scott, K. (2015) The surprising benefits of extreme sports. (coach.nine.com.au/2015/10/19/13/34/the-surprising-benefits-of-extreme-sports)
  • Smart Health Shop (2018) Surprising mental benefits of doing extreme sports. (blog.smarthealthshop.com/2018/04/10/surprising-mental-benefits-of-doing-extreme-sports/)
  • The health benefits of sport and physical activity. (sportanddev.org/en/learn-more/health/health-benefits-sport-and-physical-activity)
  • Vitelli, R (2012) Can lifelong learning help as we age? (psychologytoday.com/us/blog/media-spotlight/201210/can-lifelong-learning-help-we-age)
  • The Wellness Seeker, Extreme sports benefits and health promotion. (thewellnessseeker.com/extreme-sports-benefits-health-promotion/

Eine Version dieses Artikels erschien erstmals in der Ausgabe des 4. Quartals 2018 von The Undersea Journal®.