Was steckt hinter dem Begriff Agentur?

Viele PADI Professionals scheinen sich darüber zu wundern, warum bei den Ausbildungsprogrammen von PADI ihre Zustimmung zu der Non-Agency Vereinbarung erforderlich ist. Vom Rechtskonzept der Agentur haben viele von uns noch nie gehört und es ebenso wenig als Teil unseres Berufsalltags wahrgenommen.

Generell kann bei einer Agentur ein Geschäft für die Handlungen anderer, z.B. seiner Mitarbeiter, verantwortlich gemacht werden (dies ist üblich und wird von den meisten für selbstverständlich gehalten).
Es bedeutet jedoch auch, dass der kontrollierende Betrieb (i.d.R. Ein Anbieter) über die Handlungen eines anderen Geschäfts oder individuellen Dienstleisters wacht (wie zum Beispiel beim Franchise) und für die Handlungen dieses Geschäfts oder Dienstleisters sowie deren Angestellten zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Seit geraumer Zeit werden die Rechtsbeziehungen der Mitglieder innerhalb der Organisation PADI in den Mitgliedschaftsvereinbarungen geregelt. Zur Wahrung rechtlicher Klarheit ist das Rechtskonzept der Agentur seit langem Teil dieser Vereinbarungen. In den beiden Mitgliedschaftsvereinbarungen von PADI, für individuelle Mitglieder und für in der Tauchbranche tätige Unternehmen, stehen folgende Texte:

Individuelle Mitgliedschaft:

  1. Ich verstehe und akzeptiere, dass diese Vereinbarung keine Agenturbeziehung zwischen PADI und mir begründet. Sofern in dieser Mitgliedschaftsvereinbarung nicht anders beschrieben, ist PADI an meinem Tagesgeschäft und meinen Aktivitäten weder kontrollierend involviert noch beteiligt und trägt für diese keine Verantwortung.


Mitgliedschaft für Einzelhandel und Resorts

  1. Ich verstehe und akzeptiere, dass diese Vereinbarung keine Agenturbeziehung zwischen meinem Unternehmen und PADI begründet. Sofern in dieser Mitgliedschaftsvereinbarung nicht anders beschrieben, ist PADI am Tagesgeschäft und den Aktivitäten meines Unternehmens weder kontrollierend involviert noch beteiligt und trägt für diese keine Verantwortung.

Innerhalb der PADI Mitgliedschaft gibt es darüber nicht viel Unklarheit. Tauchgeschäfte sehen sich nicht als Franchiseunternehmen, Tochtergesellschaften oder Teilhaber von PADI, noch verstehen sich individuelle Mitglieder als Angestellte von PADI. Die wichtige rechtliche Frage dreht sich jedoch nicht nur darum, dass wir Professionals die Fakten kennen, sondern vor allem darum, was die Verbraucher wahrnehmen. Daher gehört es zur verantwortungsvollen Geschäftspraxis, Tauchschülern und Kunden klar zu machen, wie die tatsächliche Geschäftsbeziehung, das Agenturkonzept betreffend, aussieht.

Zu diesem Zweck wurde die Non-Agency Vereinbarung geschaffen. Entsprechende Informationen finden sich in den PADI Materialien, Produkten und Informationsquellen, wie Diver Manuals und Videos, auf Webseiten, Visitenkarten von Mitgliedern, etc. Die Beziehungen deutlich darzulegen gehört für uns einfach zur guten Geschäftspraxis und bietet unseren Verbrauchern eine nützliche, eindeutige Erklärung.

Termin vormerken! PADI Women’s Dive Day 2019

In den letzten vier Jahren haben PADI® Dive Center, Resorts und Professionals tausende von Events in über 100 Ländern veranstaltet, um den PADI Women’s Dive Day zu feiern.

Mit Rekordbeteiligung brachte dieser Tag im Jahr 2018 Taucher aller Geschlechter, Altersgruppen und Erfahrungsstufen zusammen.

Sei beim fünften jährlichen PADI Women‘s Dive Day am 20. Juli 2019 dabei. Bewerbe dein Geschäft und setze dich für die lokale und globale Tauchgemeinschaft ein, indem du ein Event veranstaltest.

Bald beginnt die Registrierung!

Achte in den kommenden Wochen auf weitere Informationen.

Spaß beim Unterrichten von Advanced Kursen

Als PADI Assistant Instructor oder Divemaster bei einem Advanced Open Water Diver Kurs zu helfen ist nicht so anders, kann aber in vielerlei Hinsicht erfüllender sein.

Als zertifizierter Assistent bist du für Instructor beim Unterrichten des PADI Open Water Diver Kurses von unschätzbarem Wert – schließlich übernimmst du als Helfer bei der Schulung neuer Taucher eine deiner wichtigsten Rollen jemals. Die frisch brevetierten Taucher durch den Advanced Open Water Kurs zu führen ist auf seine eigene Art jedoch ebenso verdienstvoll und birgt neue Herausforderungen, die dich auf deinen Werdegang zum Instructor und darüber hinaus bringen können.

Die Hauptaufgabe ist natürlich, sich mit den Spezialkursen auszukennen. Bei Abenteuertauchgängen, wie Wreck (Wracktauchen), Boat (Bootstauchen) oder U/W Navigation, erhöhst du nicht nur die Schüler-Instructor-Ratio des Instructors, sondern kannst während des Kurses auch als Betreuer im Wasser fungieren – je mehr du dabei weißt, umso hilfreicher bist du.

„Bei vielen Abenteuertauchgängen ist eine indirekte Betreuung durch den Instructor erlaubt“, erklärt Karl Shreeves, PADI Worldwide Technical Development Executive. „Das ermöglicht einem zertifizierten Assistenten mit den Tauchschülern im Wasser zu sein und sie anzuleiten und zu beaufsichtigen. Der Instructor ist dabei selbstverständlich weiterhin für die Beurteilung der Leistung verantwortlich.“ Abgesehen von einigen Ausnahmen kannst du als zertifizierter Assistent eine aktive Rolle bei der Betreuung von Abenteuertauchgängen übernehmen und Taucher bei der Ausübung von Aufgaben anleiten. Mit der Hilfe einiger zertifizierter Assistenten kann ein PADI Instructor verschiedene Abenteuertauchgänge gleichzeitig durchführen.

Ein Beispiel: Du bist mit einem Instructor auf einem Boot; der Instructor leitet einen Advanced Open Water Diver Kurs. Vier Taucher müssen den Dry Suit Adventure Dive (Trockentauchgang) absolvieren, während zwei weitere Taucher den Boat Adventure Dive (Bootstauchgang) machen. Beim Freiwassertauchgang kann der Instructor die vier Trockentaucher beaufsichtigen und ihre Tarierfertigkeiten beurteilen. Du kannst mit den anderen zwei Tauchern tauchen. Die wichtigsten Fertigkeiten des Bootstauchgangs sind die Navigation vom und zum Boot, einen Sicherheitsstopp durchzuführen und eine Oberflächenboje zu setzen. Mit dem Instructor könntest du verabreden, dafür zu sorgen, dass die Taucher zum Boot zurück navigieren, um gegen Ende des Tauchgangs zur anderen Tauchgruppe zu stoßen. Alle Taucher tauchen mit dir und dem Instructor auf und führen den Sicherheitsstopp gemeinsam durch. Dann demonstrieren deine beiden Taucher ihre Fertigkeiten im Setzen der Oberflächenboje, damit der Instructor sie beurteilen kann.

Bei einigen Abenteuertauchgängen könntest sogar du die Leistungen beurteilen. Unter Aufsicht eines Instructors kann ein Assistant Instructor den Peak Performance Buoyancy Kurs (Tarieren in Perfektion) unterrichten. Das ist der erste Tauchgang, der zu den Abenteuertauchgängen zählt. Der Instructor steht dabei zur Verfügung, um bei Bedarf Fragen zu beantworten oder bei Problemen zu helfen. Haben PADI Divemaster oder Assistant Instructor ein Instructor Training absolviert und die Specialty Instructor Stufe erreicht, können sie unter Aufsicht eines Instructors auch den Digital Underwater Photographer Kurs durchführen.

Neue Taucher in das Tauchen einzuführen ist sehr erfüllend, aber beim Advanced Open Water Diver Kurs zu assistieren bietet zusätzliche Abwechslung. Du erweiterst deinen Erfahrungsschatz im Unterrichten und du siehst, wie von dir angeleitete Tauchanfänger zu erfahreneren Tauchern werden.

Hauptsächlich jedoch macht es Spaß, einem Instructor bei Advanced Open Water Diver Kursen zu assistieren und es trägt zur Sicherheit der Taucher bei. Und das ist, wie jeder weiß, eine Win-Win-Situation.

Ohrenprobleme

Von DAN Mitarbeitern

Ohrverletzungen stellen die überwältigende Mehrheit medizinischer Beschwerden von Tauchern dar. Das erscheint logisch, denn während eines Tauchgangs setzen wir unsere Ohren einer Menge Stress aus. Das gilt besonders für Tauchprofis, die den ganzen Tag lang ab- und auftauchen und sich viel im Wasser befinden.

Auf dem ersten Meter (drei Fuß) eines Abstiegs erfahren die Ohren einen Druckanstieg um 10 Prozent im Vergleich zur Wasseroberfläche. Auf zwei Metern (sechs Fuß) beträgt die Prozentzahl bereits das doppelte und auf vier Metern (zehn Fuß) ist der Druck groß genug, um das Trommelfell zu zerreißen, Blutgefäße platzen zu lassen und Flüssigkeit in unser Innenohr zu ziehen. Dennoch machen viele Taucher den Druckausgleich zu spät oder vergessen ihn bei dem Versuch, beim Abtauchen mit anderen Tauchern mitzuhalten.

Ohrverletzungen können schnell und ohne Vorwarnung auftreten. Wenn du die Wichtigkeit des Druckausgleichs früh und häufig während der Ausbildung deutlich machst, kannst du deinen Schülern helfen, Unfälle zu vermeiden. Schauen wir uns die häufigsten Ohrverletzungen einmal an, damit du deinen Schülern guten Rat geben kannst.

Perforiertes Trommelfell

Ein Riss der Trommelfellmembran, des Trommelfells, ist meinst die Folge eines erfolglosen Druckausgleichs im Mittelohr oder eines zu kräftig durchgeführten Valsalva-Manövers. Die Verletzung ist oft schmerzhaft, auch wenn der Riss das Druckgefühl im Ohr mindern kann. Den Betroffenen kann in Folge schwindelig werden. Die meisten Perforationen heilen innerhalb weniger Wochen ohne Weiteres ab, in einigen Fällen ist jedoch ein operativer Eingriff nötig. Das Risiko des Trommelfellrisses erhöht sich durch verstopfte Atemwege, ungenügendes Training und zu schnelle Abstiegsgeschwindigkeit.

Barotrauma des Innenohrs

Wie auch der Trommelfellriss kann ein Barotrauma des Innenohrs durch einen erfolglosen Druckausgleich oder ein zu aggressives Valsalva-Manöver entstehen. Ein erheblicher Druckunterschied zwischen Außenohr und Mittelohr kann das runde Ohrfenster nach außen wölben, was zu Verletzungen am Innenohr führen kann, auch wenn das Ohrfenster nicht reißt. Reißt es jedoch, kann der Flüssigkeitsverlust im Innenohr das Hörvermögen und die Balance beeinträchtigen und einen operativen Eingriff nötig machen. Taucher mit einem Barotrauma des Innenohrs leiden häufig unter starkem Schwindelgefühl, Verlust des Hörvermögens, Tinnitus, einem Verstopfungsgefühl im Ohr und unfreiwilligen Augenbewegungen, sogenanntem Nystagmus.

Barotrauma des Mittelohrs

Ein Barotrauma des Mittelohrs entsteht, wenn der Druck in der Trommelfellhöhle (dem luftgefüllten Raum im Mittelohr) deutlich niedriger ist als der Druck außerhalb des Ohres. Dies führt zu einem relativen Vakuum, das das Trommelfell nach innen wölbt, das Gewebe des Ohres anschwellen lässt und dazu führt, dass Flüssigkeit und Blut aus gerissenen Gefäßen in die Trommelfellhöhle eindringen. Grund dafür kann ein erfolgloser Druckausgleich oder eine Verstopfung der Ohrtrompete (Eustachische Röhre) beim Abstieg sein. Taucher mit einem Barotrauma des Mittelohrs klagen meist über anfängliche Beschwerden, die sich zu starken Schmerzen und dem Gefühl verstopfter Ohren entwickeln.

Gesichtslähmung

Fazialisparese ist die reversible Lähmung des Gesichtsnervs durch erhöhten Druck im Mittelohr. Bei manchen Menschen behindert der Druck die Durchblutung eines Gesichtsnervs in Ohrennähe. Dies kann während eines Fluges oder Tauchgangs passieren. Zu den Symptomen gehören in der Regel Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schwäche und Lähmungserscheinungen im Gesicht. Manchmal kann eine Erschlaffung der Gesichtsmuskeln auftreten und Sorgen bereiten, die Gesichtslähmung aufgrund des erhöhten Drucks baut sich jedoch meist ohne Weiteres wieder ab. Taucher, die Symptome einer Gesichtslähmung zeigen sollten sich dennoch medizinisch untersuchen lassen, um andere, schwerwiegendere Gründe auszuschließen.

 

Die Mission 2020 Verpflichtung von PADI: Mach mit!

Die langjährige Verpflichtung von PADI zum Meeresschutz begann vor 25 Jahren mit der Gründung der Project AWARE® Foundation. 2017 wurden die PADI Pillars of Change vorgestellt, um das Bewusstsein für Probleme, die Lebensgemeinschaften der Meere betreffen, zu stärken und um PADI® Professionals und Taucher zum gemeinsamen Handeln für positiven Wandel zu mobilisieren. PADI integriert jetzt als Organisation, im Rahmen seiner Verpflichtung an Meeresgesundheit und ziviles Engagement, zusätzlich die Mission 2020 zur Reduzierung von Plastikmüll in den Ozeanen.

Passend zur Überzeugung von PADI, dass größere Veränderungen durch Zusammenarbeit erreicht werden, ist Mission 2020 eine Sammlung von Selbstverpflichtungen von Organisationen der Tauchgemeinschaft, ihre Geschäftspraktiken zum Schutz und zur Erhaltung der Meere zu ändern. Dieses Projekt mit Fokus auf Einwegplastik steckt ambitionierte Ziele, die noch vor dem World Oceans Day 2020 Änderungen verlangen.

Die Mission 2020 Verpflichtung von PADI

Mit der Bewegung von PADI hin zu einem integrierten und digitalen Ausbildungssystem verringern wir unsere Abhängigkeit von Plastik und Verpackungen und minimieren so den jährlichen Plastikverbrauch von PADI Professionals und Millionen zertifizierter Taucher. Um noch wirkungsvoller zu handeln, wollen wir unsere 6.600 PADI Dive Center und Resorts mobilisieren, ihren Verbrauch von Einwegplastik bis zum Jahr 2020 zu vermindern. Wir laden alle ein, sich verbindlich zur Änderung ihrer Geschäftspraktiken zu verpflichten, damit unsere Meere sauber und gesund werden.

„Wir sind entschlossen, ein besseres Zukunftsbild mit gesünderen Meeren zu gestalten. Wir haben eine starke Tradition im Umweltschutz und einen soliden Plan für weiteren Fortschritt, der unsere Verantwortung, gut zu handeln auch in Zukunft stärkt. Dies ist die Grundlage zur Verpflichtung von PADI zur Mission 2020 und wir hoffen, dass dieses Projekt die PADI Gemeinschaft zu sofortigen Maßnahmen anregt, die langfristige Veränderungen mit sich bringen. – Drew Richardson, President und CEO von PADI Worldwide

Warum du eine Verpflichtung für 2020 eingehen solltest

Es ist gut für die Erde  – Deine Geschäftspraktiken zu weniger Plastikverbrauch hin zu ändern ist gut für die Meere und auch gut für uns. Lasst uns unsere geliebten Tauchplätze schützen und ihre Gesundheit für zukünftige Generationen sichern.

Es wird dein Geschäft ankurbeln  – Es erfüllt Konsumenten mit Stolz, mit einem Unternehmen mit Sinn und Zweck in Verbindung zu stehen. Zeige deinen Kunden, dass die Meere dir wichtig sind und sie werden dich mit ihrer Treue belohnen.

Es ist gut für die Tauchbranche  – Wenn wir als Branche an einem Strang ziehen, um unseren blauen Planeten zu schützen, geben wir ein gutes Beispiel für andere Unternehmen ab. Wenn unser Ziel saubere, gesunde Meere sind benötigen wir jegliche Hilfe.

Die Mission 2020 Verpflichtung von PADI, Plastik zu reduzieren, wird bei der Wiederherstellung der Meeresgesundheit helfen. Mach beim Schutz unserer geliebten Unterwasserwelt mit.

Wirkungsvolle Möglichkeiten zur Reduzierung deines Plastikverbrauchs

  • Verhindere, dass Müll in die Meere gelangt! Nutze in deinem Shop und auf deinen Tauchbooten kein Einwegplastik, wie Wasserflaschen, Tüten oder Plastikbecher.
  • Organisiere zusammen mit deiner örtlichen Gemeinschaft Veranstaltungen zur Reinigung von Ufern und Gewässern. Dies sensibilisiert alle dafür, wie man durch sein individuelles Verhalten unsere Umwelt positiv beeinflussen kann.
  • Setze monatliche und jährliche Ziele zur Reinigung deiner lokalen Tauchplätze. Registriere den gesammelten Müll über die Project AWARE Dive Against Debris® App, um zur Datensammlung beizutragen mit der neue, meeresfreundliche Gesetze beeinflusst werden können.
  • Schütze deine lokalen Gewässer, indem du im Rahmen von Adopt a Dive Site™ aktiv wirst. Das ist die beste Art und Weise, sich für fortlaufenden, lokalen Schutz und die Überwachung unserer Tauchplätze einzusetzen.
  • Biete nachhaltig hergestellte Waren in deinem Dive Center oder Resort an. Vergewissere dich, dass T-Shirts, Pullis und andere Werbeartikel aus umweltfreundlicher Produktion stammen und nicht aus Kunststoff oder aus recyceltem Kunststoff gefertigt wurden.
  • Wechsle zum PADI eLearning® und reduziere deine CO2-Bilanz. Digitales lernen reduziert die Produktion von Plastikmaterial und erfordert keinen Transport.

Gib ein Mission 2020 Versprechen

Alle Mitglieder der Tauchgemeinschaft sind aufgefordert, ein Mission 2020 Versprechen zu geben. Es bietet sich an, dein Versprechen als guten Vorsatz für 2019 zu gestalten. Ob Nachhaltigkeit bereits eine Schlüsselkomponente deines Geschäftsmodells ist, oder du gerade erst anfängst – wir empfehlen dir, dich daran zu beteiligen indem du für einen gesunden, sauberen Ozean große oder kleine Änderungen deiner Geschäftspraktiken durchführst. Erfahre auf Who’s In, wozu sich andere Branchenkollegen im Rahmen der Mission 2020 verpflichtet haben.

Wir glauben, dass unsere globale PADI Familie eine Kraft des Guten darstellt und eine entscheidende Rolle bei der Bewahrung der Meere spielen kann – wenn wir alle den Meeresschutz an unseren jeweiligen Standorten zur Priorität machen.

Pledge Now

PADI Travel™ kann dir helfen, mehr Tauchreisen zu verkaufen

Willst du anfangen, Gruppenreisen für Taucher zu organisieren?

PADI Travel kann dir bei der profitablen Planung, Organisation und Vermarktung deiner Reisen helfen. PADI Dive Center und Resorts können durch Beitritt zum Affiliate Programm von PADI Travel die besten verfügbaren, von einem weltweiten Team von Tauchreiseexperten ausgehandelten, Preise nutzen. Finde heraus, wie du dein Geschäft mit dem Affiliate Programm erweitern kannst und  aktiviere dein Affiliate Konto noch heute.

Fange gleich an und erfahre mit diesen Tipps, wie du Gruppenreisen erstellst, die deine Kunden zu weiteren Buchungen animieren.  Hier sind acht grundlegende Überlegungen, die dir bei der Planung, Organisation und Vermarktung einer gelungenen Reise helfen:

1 – Wähle ein geeignetes Ziel aus

Wie wählst du Reiseziele, die deine Kunden begeistern? Das ist leicht – frage sie einfach: Während eines Gesprächs, wenn sie bei dir im Geschäft sind, als auch gezielt in Umfragen und Newslettern. Ihre Antworten sind sehr wichtig. Zu wissen, welche Urlaubsziele Kunden in Betracht ziehen hilft dir dabei zu entscheiden, ob du luxuriöse, exotische Destinationen anbietest oder solche, die das Reisebudget schonen.

Saisonale Eigenheiten sind weitere wichtige Entscheidungsfaktoren, die Tauchbedingungen, Wassertemperaturen und die Begegnungen mit Meeresbewohnern beeinflussen. Solltest du dir nicht sicher sein, nutze die PADI Travel Destination Guides. Sie liefern dir diverse Informationen, die eine wohlüberlegte Entscheidung unterstützen.

2 – Buche die Reise lange im Voraus

Buche deine Gruppenreise immer so lange im Voraus wie möglich, um viel Zeit zu haben, sie zu verkaufen. Platziere deine Buchung mindestens sechs bis zwölf Monate vor Reiseantritt. So hast du höhere Chancen noch freie Plätze für das von dir gewählte Resort oder Schiff zu erhalten. Deinen Kunden gewährst du dadurch genügend Planungsvorlauf und dir selbst genügend Zeit, die Reise wirkungsvoll zu vermarkten.

3 – Wähle Unterkünfte, die zu deinen Tauchern passen

PADI Travel bietet eine große Auswahl von Urlaubszielen und Pauschalreisen für jeden Geldbeutel. Vergiss nicht, einen Blick auf die Angebote zu werfen. Wähle die Unterkünfte abhängig von den Ergebnissen deiner Kundenbefragung aus.  Achte darauf, die Bedürfnisse deiner Kunden zu erfüllen – sowohl was den Preis angeht als auch die Zimmerauswahl je nachdem, ob du viele Paare oder Alleinreisende hast. Sollten Gäste dabei sein, die nicht tauchen, stelle sicher, dass die Unterkunft vielseitig genug ist, damit auch sie einen unterhaltsamen Urlaub verbringen.

4 – Steuer die Größe deiner Reisegruppe

Halte beim Einholen der Reisezielvorlieben deiner Kunden fest, wie viele tatsächlich an der Teilnahme an einer Gruppenreise interessiert sind. Nutze diese Informationen, damit du weder eine zu kleine noch eine zu große Tour buchst. Beides kann das Reiseerlebnis deiner Kunden sowie deine Gewinnspanne beeinträchtigen.

5 – Achte darauf, dass deine Preise alle Kosten widerspiegeln

Sobald deine Reise zusammengestellt ist, musst du einen Preis für deine Kunden festlegen. Berücksichtige alle Bestandteile des Pakets (wie Mahlzeiten, Flugkosten, Ausflüge, zusätzliche Extras, etc.) und auch deine eigenen Kosten. Bedenke, dass du wertvolle Zeit in die Organisation der Reise gesteckt hast und dafür einen Lohn erhalten solltest. Betone bei der Vermarktung Zusatzleistungen und Besonderheiten deiner Reise, die sie im Vergleich zu anderen Reiseangeboten am Markt attraktiv machen.

6 – Bewerbe deine Reise auf verschiedene Arten

Sobald du deine Reise gebucht hast, gibt es viele Wege sie zu vermarkten. Biete sie zunächst denen an, die anfangs Interesse gezeigt haben. Außerdem kannst du:

  • Sie Besuchern deines Geschäfts und Tauchschülern anbieten
  • Werbeflyer für diese Reise erstellen
  • In deinem Dive Center verstärkt dafür werben
  • Die Reise auf deiner Homepage vorstellen
  • Die Reise all deinen Newslettern hinzufügen
  • Ein Event zum Reiseziel veranstalten, um Leute zur Teilnahme zu inspirieren

7 – Verkaufe entsprechende Kurse und Ausrüstung

Lade die Reiseteilnehmer etwa sechs bis drei Monate vor Reiseantritt in dein Dive Center ein, um den Trip bei einer Abendveranstaltung zu besprechen. Dies ist die perfekte Gelegenheit, um sinnvolle PADI Kurse oder für die Reise empfohlene Ausrüstung anzubieten. So kannst du deine Gewinnspanne heben und deinen Teilnehmern die bestmögliche Beratung und Service bieten, damit sie das Beste aus ihrer Reise machen können. Überlege, Pauschalangebote für Kurse zu machen, die deine Teilnehmer während der Reise abschließen.

8 – Halte Kunden mit wichtigen Informationen auf dem Laufenden

Sobald Kunden sich für deine Reise anmelden, solltest du ihnen ihre Buchung schriftlich bestätigen. Dazu gehört der Reisepreis, die Frist für die Anzahlung, die Frist für die restliche Zahlung und die Stornierungsbedingungen. Frage zugleich nach wichtigen persönlichen Informationen, wie ihren Namen (so wie sie im Reisepass stehen), Reisepassnummer und Geburtsdaten.

Brauchst du Hilfe bei der Reiseplanung oder weitere Informationen? Kontaktiere PADI Travel über b2b.travel@padi.com. Erfahrene Tauchreiseexperten stehen dir bei der Organisation erfolgreicher Gruppenreisen zur Seite.

Besuche PADI Travel.

Hilf Tauchern dabei, wieder aktiv zu werden

Taucher wissen, wenn sie zu lange nicht im Wasser waren und einen Refresher-Kurs brauchen – du kannst ihnen helfen.

Fertigkeiten beibehalten, wichtige Tauchkenntnisse wiederholen und nach längerer Pause einen Refresher machen sind gängige Tipps, die Taucher während ihrer Ausbildung hören. Diese guten Ratschläge sind nicht nur für die Tauchsicherheit wichtig, sondern auch für den Komfort und den Spaß unter Wasser. Einige Taucher machen jährlich Refresher-Kurse. Für andere kann eine bevorstehende Reise zu exotischen Tauchgründen die Motivation sein, ihre Tauchfertigkeiten nach einigen „trockenen Jahren“ aufzufrischen.

Einer der besten Aspekte des PADI ReActivate® Programms ist, dass es jedem etwas bietet, der sein Können auffrischen möchte, egal ob man eine kurze, jährliche Aktualisierung oder eine grundlegende Wiederholung der Fertigkeiten und Kenntnisse benötigt. ReActivate ist praktisch und zweckmäßig und ermöglicht Tauchern, Fortschritte in ihrem individuellen Tempo zu machen. Du bietest so viel oder wenig Anleitung und Coaching wie der Taucher benötigt.

Wie es funktioniert

1. Lasse die Taucher ihr Wissen digital mit PADI® ReActivate auffrischen und plane eine Übungseinheit für die Fertigkeiten im Schwimmbad/begrenzten Freiwasser oder im Freiwasser.

2. Führe vor dem Tauchgang ein Gespräch, prüfe die Logbücher der Taucher und stelle folgende Fragen:

  • Wie viele Tauchgänge habt ihr gemacht? In was für Bedingungen und Umgebungen?
  • Wann und wo waren eure letzten Tauchgänge?
  • Wie sind eure letzten Tauchgänge verlaufen? Wie hätten sie besser laufen können?
  • Welche Fertigkeiten möchtet ihr üben?

3. Erinnere die Taucher in deinem Briefing daran, den Sicherheitscheck vor dem Tauchgang durchzuführen und gehe bei Bedarf spezielle Ein- und Ausstiegstechniken für den Tauchplatz durch.

4. Beobachte die Taucher vor und während des Tauchgangs und gebe ihnen anhand deiner Beobachtungen Ratschläge, Demonstrationen, Anpassungen und andere Hilfestellungen, um sie wieder Fit für das Tauchen zu machen.

5. Diese Fertigkeiten solltest du gezielt demonstrieren und üben:

  • Maske abnehmen, wieder aufsetzen und ausblasen
  • Neutrale Tarierung und im Wasser schweben
  • Gewichtsabwurf im Notfall
  • Aufstieg mit alternativer Luftversorgung
  • Kontrollierter, schwimmender Notaufstieg (nur im Schwimmbad/begrenzten Freiwasser)

6. Lasse die Taucher alle Fertigkeiten üben, die sie im Gespräch vor dem Tauchgang genannt haben, sowie solche, die aufgrund deiner Beobachtungen vertieft werden sollten.

Nutze bei der Gestaltung des Tauchgangs dein Urteilsvermögen, damit er den Bedürfnissen der Taucher entspricht und angenehm für sie ist. Die Taucher sollen ihre Sicherheit im Tauchen wiedererlangen und sich auf neue Erlebnisse freuen. Denke daran, dass ein guter Tauchgang einen weiteren Tauchgang verlangt, also biete zusätzliche Tauchgänge an.

Ein PADI Taucher, der sowohl die Überprüfung der Kenntnisse als auch der Tauchfertigkeiten besteht, erhält ein Ersatzbrevet mit ReActivate Datum. Logge dich auf der PADI Pros‘ Site ein und fordere das Ersatzbrevet im Online Processing Centre an. Ein ReActivate Datum kann auf jedem Tauchbrevet von PADI vermerkt werden, über das der Taucher verfügt (einschließlich Spezialkurse).

Nutze ReActivate und deine Tauchfertigkeiten, um den Tauchern den Wiedereinstieg ins Tauchen leicht zu machen. Weitere Informationen findest du im ReActivate Instructor Guide in deinem PADI Instructor Manual sowie auf den Seiten zum ReActivate im Guide to Teaching von PADI.

PADIs Digitale Kernkurse Expandieren

Bei PADI machen wir mit unserer Mission weiter, das Angebot von Materialien zum selbstständigen Lernen zu erweitern, und die PADI digitalen Produkte aufzubessern. Wir erweitern gerade die Auswahl der verfügbaren Sprachen für die Bildungsmaterialien für die PADI Open Water Diver, Advanced Open Water Diver, Freediver™ und Enriched Air Diver Kurse. Dadurch werden immer mehr Studenten weltweit Zugang zum PADI e-Learning Erlebnis haben.

Tauchen ist ein Sport / Hobby / Besessenheit, die Grenzen und Kulturen verbindet und Menschen auf der ganzen Welt zusammenbringt, um die Unterwasserwelt zu genießen. Aber Menschen auf der ganzen Welt haben unterschiedliche Bedürfnisse, und, was noch wichtiger ist, sie sprechen verschiedene Sprachen. PADI berücksichtigt dies bei der Erstellung seiner eLearning-Produkte.

Die PADI Organisation erleichtert PADI Tauchern mit einer digitale Suite an Kernkursen, die einfach zu erwerben, herunterladen und anzuwenden sind, den Zugriff auf Lernmaterialien. Jetzt werden diese Materialien in mehr Sprachen als je zuvor angeboten, was wiederum das PADI Motto bestätigt: „The way the world learns to dive“.

Was ist neu?

  • PADI Open Water Diver – Jetzt in sieben neuen Sprachen verfügbar: Tschechisch, Kroatisch, Griechisch, Ungarisch, Indonesisch, Russisch und Türkisch.
  • PADI Freediver– 11 weitere Sprachen: Arabisch, Chinesisch (vereinfacht und traditionell), Niederländisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Spanisch und Koreanisch, demnächst folgen Thai und Russisch.
  • PADI Enriched Air Diver – 22 Sprachen: Englisch, Arabisch, Dänisch, Holländisch, Französisch, Finnisch, Deutsch, Griechisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch. Chinesisch (vereinfachtes und traditionelles), Indonesisch, Thai, Hebräisch und Polnisch folgen in nächster Zeit.
  • Advanced Open Water Diver – Sieben neue Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Chinesisch (traditionell) und Arabisch.

Wichtiger Hinweis:

  • Die PADI Library App wird diese Änderungen widerspiegeln. Wenn Taucher automatische Updates in ihren Geräteeinstellungen aktiviert haben, wird die App automatisch aktualisiert. Andernfalls müssen sie sicherstellen, dass sie ihre App aktualisieren
  • PADI Dive Center und Resorts sollten ihre eLearning-Einstellungen in ihrem Konto aktualisieren, um die von ihnen unterstützten Kurse und Sprachen widerzuspiegeln.
  • Die Affiliate-Links sind nun universell und nicht mehr Kursspezifisch.  Schüler, die den Affiliate-Link anklicken, werden jetzt zur Übersicht aller Kurse und Sprachen geleitet.  Aktualisiere daher bitte die eLearning-Einstellungen deines Accounts undwähle die Kurse und Sprachen ab, die du nicht anbietest.
  • Sobald ein mit dir verbundener Schüler die Abschlussprüfung seines Kurses (Open Water und Enriched Air eLearning) besteht, erhältst du neuerdings eine Benachrichtigung per E-Mail. Diese Benachrichtigungen werden automatisch an alle Mitglieder verschickt. Möchtest du sie nicht erhalten, kannst du sie in deinen eLearning-Einstellungen abschalten.

Halte Ausschau, da bald weitere Aktualisierungen der eLearning-Erfahrung folgen werden.

Tiefe Venenthrombose (TVT) auf Reisen

Wenn man darüber spricht, was vor dem Tauchen vermieden werden sollte wird „stillsitzen“ meist nicht genannt. Sitzen Taucher jedoch zum Erreichen ihres Traumreiseziels über mehrere Stunden im Flugzeug, kann die tiefe Venenthrombose zum Problem werden. Die TVT, oder auch Reisethrombose, entsteht, wenn sich in einer oder mehreren der tiefen Venen, meist der Beinvenen, Blutgerinnsel bilden. Sie kann zu einer Lungenembolie oder sogar zu einem Schlaganfall führen. Mit etwas Wissen kann die Thrombose leicht erkannt und, noch wichtiger, verhindert werden.

Zu den Risikofaktoren für die TVT gehören lange Bettlägerigkeit oder Unbeweglichkeit, Verletzungen oder Operationen, Schwangerschaft, die Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln oder Hormonersatztherapie, Übergewicht, Rauchen, Krebs, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, hohes Alter (60+), Körpergröße (unter 160 Zentimeter/5 Fuß 3 Zoll oder über 190 Zentimeter/6 Fuß 3 Zoll), die persönliche und familiäre Gesundheitsgeschichte bezüglich TVT und langes still sitzen – so, wie man es im Flugzeug tut.

Am häufigsten treten mit Flugreisen assoziierte Fälle von TVT innerhalb von zwei Wochen nach dem Flug auf und werden innerhalb von acht Wochen kuriert. In etwa der Hälfte aller Fälle bemerken die Betroffenen keine Symptome vor der Gerinnselbildung und viele asymptomatisch verlaufende Fälle lösen sich spontan auf.

Wenn Symptome auftreten machen sie sich normalerweise zunächst im Bereich der Wade bemerkbar und breiten sich, wenn keine Behandlung erfolgt, in etwa 25 Prozent der Fälle in den Oberschenkel und das Becken aus. Eine unbehandelte TVT in Oberschenkel und Beckenbereich beinhaltet ein etwa 50-prozentiges Risiko eine Lungenembolie zu verursachen, der schwersten Komplikation der TVT. Solltest du oder jemand in deinem Bekanntenkreis dem Risiko, eine TVT zu entwickeln, ausgesetzt sein und eines der folgenden Symptome haben, sucht sofort einen Arzt auf.

  • Schwellung in Bein, Fußgelenk oder Fuß
  • Schmerzen in der Wade, die in das Fußgelenk oder den Fuß ausstrahlen
  • Wärmegefühl im betroffenen Bereich
  • Änderung der Hautfarbe zu blass, rot oder blau

Um dein Risiko zu senken vermeide es, über längere Zeiträume still zu sitzen: Stehe auf und gehe im Flugzeug auf und ab. Ist dies nicht möglich, strecke oder massiere deine Füße und die Wadenmuskulatur regelmäßig. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann ebenfalls den Blutfluss anregen und die Bildung von Gerinnseln verhindern. Zur weiteren Vermeidung von TVT zählen regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Solltest du ein hohes Risiko tragen oder von mehreren Risikofaktoren betroffen sein, frage deinen Arzt nach der Möglichkeit einer Medikamenteneinnahme (z.B. Aspirin), die die Gerinnselbildung minimieren könnte. Taucher, bei denen eine akute TVT diagnostiziert wurde oder die Gerinnungshemmer einnehmen, sollten nicht tauchen gehen bis sie die Freigabe ihres Arztes dafür erhalten.

Beim Wracktauchen denken wie ein Taucher

TDie Kurse zum PADI Open Water Diver und Advanced Open Water Diver liefern die Grundlage dafür, Tauchern beizubringen, Tauchszenarien zu durchdenken und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Darauf kannst du bei der Betreuung von Tauchern aller Ausbildungsstufen aufbauen, indem du dem jeweiligen Kurs entsprechende Tauchszenarien anbietest. Stelle deinen Tauchern dazu Fragen, die ihnen helfen, bei der Beurteilung des Szenarios wie ein Taucher zu denken und dich an ihren Entscheidungen teil haben zu lassen. Dies hilft dir auch zu prüfen, was sie verstanden haben und wie sie es anwenden. Mit dieser Methode lässt sich hervorragend vermitteln, wie Entscheidungen durchdacht und bewusst getroffen werden. In diesem Beispiel fördert das Szenario aus einem PADI Wreck Diver Spezialkurs gutes Urteilsvermögen bei der Entscheidung, ob in ein Wrack hineingetaucht werden kann.

In ein Wrack hineintauchen

Wenn Taucher ins Innere eines Wracks vordringen wollen, muss die Entscheidung zu allererst immer davon abhängen, ob es einen sicheren Ausgang gibt. Man muss also in der Lage sein, einen Ausgang zu finden sowie eine innerhalb des Wracks auftretende Notsituation handhaben zu können. Beim Eintauchen in ein Wrack werden zwei Arten unterschieden: Durchschwimmen und Penetration.

  • Durchschwimmen – Beim Durchschwimmen gelangt der Taucher durch eine Öffnung in das Wrack und verlässt es durch eine andere Öffnung. Beim einfachen Durchschwimmen hat der Taucher bei natürlichen Lichtverhältnissen immer zwei Ausgangsöffnungen in Sichtweite. Der dazwischen liegende Weg ist im Wesentlichen frei von Hindernissen und Sedimenten. Für Taucher mit der Brevetierung Advanced Open Water Diver (oder höher) sollte die Entfernung zu einer Ausgangsöffnung und von dort zur Oberfläche zusammengenommen nicht größer als 40 Meter/130 Fuß sein. In anderen Fällen sollte die Entfernung die Tauchtiefe, für die der Taucher brevetiert ist, nicht überschreiten.
  • Penetration – Bei einer Penetration wird weiter als ein paar Meter/Fuß in das Wrack hineingetaucht, um dann zur Eingangsöffnung zurück zu kehren. Entweder, weil es keinen anderen Ausgang gibt oder weil der Taucher sich nicht sicher ist, ob ein anderer Weg existiert. Der Taucher kann dabei die Sicht auf die Einstiegsöffnung verlieren und muss eine Führungsleine verwenden, um für eine sichere Rückkehr zum Ausgang zu sorgen. Auf dem zu tauchenden Weg sollten gute Lichtverhältnisse herrschen und er sollte frei von Hindernissen und Sedimenten sein. Ebenso wie beim Durchschwimmen sollte die Entfernung zum Ausgang zusammen mit der Entfernung zur Oberfläche 40 Meter/130 Fuß nicht überschreiten.

Gutes Urteilsvermögen anwenden

Beide Situationen müssen gut und vernünftig beurteilt werden. Das Beantworten der folgenden Fragen kann Tauchern dabei helfen, angemessen zu entscheiden:

  • Sind die Ausgänge groß genug, damit mein Tauchpartner und ich gleichzeitig hindurchschwimmen können?
  • Wie viel Licht fällt ein? Reicht es aus, damit ich den Ausgang stets gut sehen kann?
  • Ist dort etwas so groß, dass es ein gefährliches Hindernis darstellt?
  • Ist dort so viel Sediment vorhanden, dass es meine Sicht stark einschränken kann und ich den Ausgang nicht mehr finde?
  • Ist der nächste Ausgang unter Berücksichtigung meiner maximalen Entfernung zur Oberfläche nah genug, um das Wrack mit genügend Zeit zu verlassen und einen Notfall zu beherrschen?

In die Entscheidung sollten ebenfalls die Erfahrung, Ausbildung, Fertigkeiten und Ausrüstung des Tauchers einbezogen werden. Zwei unterschiedliche Taucher können bei Beurteilung desselben Wracks zwei unterschiedliche, aber jeweils angemessene, Entscheidungen treffen. Zum Beispiel können Taucher mit geringer Wracktaucherfahrung durch das Aufwirbeln von Sedimenten die Sicht verschlechtern und so eine potentielle Gefahr erzeugen. Für einen Taucher, der in Flossenbewegungen geübt ist, die keine Aufwirbelungen verursachen, mag dies kein Problem darstellen. Ein Taucher mit erstklassigen Tarierfertigkeiten kann Hindernisse umgehen, die einem weniger geübten‑Taucher Schwierigkeiten bereiten.

Eine realistische Situationsbeurteilung kann Tauchern mit viel Erfahrung und Training ermöglichen, einige der Richtlinien für die Penetration zu überschreiten. Ein Taucher mit technischem Tauchtraining, wie Höhlentauchen, das die wirksame Verwendung geeigneter Leuchtmittel beinhaltet, kann auch an Orte ohne natürliches Licht vordringen.

Bringe deinen Tauchschülern beim PADI Wreck Diver Spezialkurs bei, wie ein Taucher zu denken und beim Wracktauchen angemessene Entscheidungen zu treffen – basierend auf den gegebenen Verhältnissen am Wrack sowie ihrer individuellen Ausbildung und Erfahrung. Nutze diese Vermittlung der Entscheidungsfindung auch in deinen anderen Kursen, abgestimmt auf den Ausbildungsstand der Taucher, die Umgebung und das Thema des Kurses.

Informationen zu diesem Spezialkurs findest du im PADI Wreck Diver Instructor Guide (Produkt 70323).

Eine Version dieses Artikels erschien erstmals in der Ausgabe des 3. Quartals 2018 von The Undersea Journal®.