Mit gutem Beispiel vorangehen

Die Bildung von umweltbewussten Tauchern beginnt bei den PADI Assistant Instructors und Divemasters.

Fakt ist: Taucher spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Weltmeere Die Ausbildung von Tauchern, die sich um die Umwelt kümmern, beginnt bei PADI Professionals. Was genau ist jedoch die Rolle der PADI Assistant Instructors und Divemasters bei der Schulung dieser Taucher?

„Derjenige, mit dem sich die Tauchschüler während ihres PADI Open Water Diver Kurses oder ihrer weitergehenden Tauchausbildung am ehesten identifizieren, wird den größten Einfluss haben“, sagt Karl Shreevens, PADI Course Director und PADI Worldwide Technical Development Executive.

Häufig sind das Assistant Instructors und Divemasters, die mit den Tauchschülern sozial anders agieren als die Tauchlehrer. Und das ist gut so, denn es befähigt dich, der Umweltbotschaft des Instructors Nachdruck zu verleihen. Wenn du vorlebst, dass Tauchprofis wirklich an Umweltfreundlichkeit glauben, demonstrierst du, dass sie nicht nur vorgegaukelt oder erwähnt wird, weil sie in den PADI Materialien enthalten ist.

Sei dabei ehrlich. „Die Leute sind nicht dumm“, sagt Shreevens. „Sobald sie eine Heuchelei entdecken werden selbst die guten Dinge, die du tust, ignoriert.“ Wie hilfst du den Tauchschülern also dabei, umweltfreundliche Praktiken zu entwickeln? Versuche die folgenden drei Methoden:

  1. Tu was du sagst. „Es gibt Milliarden kleiner Dinge, die man als Assistant Instructor oder Divemaster tut, die zum Vorbild taugen“, sagt Shreevens. Du bringst den Tauchern sichere (und umweltfreundliche) Praktiken bei, wenn sie die ganze Zeit sehen, wie du selbst sie ausführst. Je mehr du vorbildlich agierst – gute Tarierung, Müll unter Wasser und an Land aufsammeln, keine Korallen oder Steine umdrehen, um Kleintiere zu finden – umso positiver beeinflusst du deine Mitmenschen.

„Derjenige, mit dem sich die Tauchschüler während ihres PADI Open Water Diver Kurses oder ihrer weitergehenden Tauchausbildung am ehesten identifizieren, wird den größten Einfluss haben“.

  1. Lob ist besser als Schelte. Lobe die Taucher, die dir beim Tauchgang positiv auffallen – durch gute Tarierung, das Einsammeln von Müll, etc. – anstatt die nicht so lobenswerten „anzuprangern“. Dies führt zu einem Effekt, der als „positiver Gruppendruck“ bezeichnet wird. Taucher, die nicht besonders gut tarieren, könntest du unter vier Augen darauf ansprechen und ihnen zur Verbesserung ihrer Fertigkeiten den Peak Performance Buoyancy Kurs (Tarieren in Perfektion) nahelegen.
  2. Mach‘ das Müllsammeln bei Tauchgängen zum Spiel. Übertreibe es dabei nicht, denn nicht jeder Tauchgang sollte nur dem Aufräumen dienen. Wenn du einen Schritt weiter gehen willst, belohne die Taucher, die den meisten Müll gesammelt haben mit einem Aufkleber oder T-Shirt deines Tauchshops. Das unterstreicht die Umweltfreundlichkeit deines Geschäfts, und zeigt, dass ihr dafür auch Einsatz bringt. Denke immer daran, dass niemand perfekt ist. „Positive Konsistenz und Authentizität – nicht Perfektionismus – sind die Gründe, aus denen andere deinem Vorbild folgen“, sagt Shreevens. Gib einfach dein Bestes und der Rest ergibt sich.

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