Supervisions-Tipps vom Qualitätsmanagement

Die PADI Richtlinie zu Allgemeinen Standards und Verfahren legt Definitionen und Aufsichtsvorgaben fest, die für alle PADI Kurse/Programme gelten. Die jeweiligen Instructor Guides der Kurse/Programme erläutern zusätzliche und spezifische Anforderungen.

Den meisten PADI Instructors ist klar, dass „direkte Supervision“ im Freiwasser sowohl für Schüler von Open Water Diver Kursen als auch für Teilnehmer am Discover Scuba Diving nötig ist. Aber es gibt einige wichtige Unterschiede:

Discover Scuba Diving

  • Lasse die Teilnehmer nicht allein, weder an der Oberfläche noch unter Wasser.
  • Positioniere dich so, dass du oder ein zertifizierter Assistent sofortigen Körperkontakt mit den Teilnehmern herstellen, ihre Tarierung ändern oder ihnen helfen könnt.
  • Habe die Taucher ständig im Blick, außer bei den kurzen, regelmäßigen Unterbrechungen, die zum Führen des Tauchgangs und zum assistieren einzelner Taucher nötig sind. Unterlasse alle anderen Aktivitäten, wie Fotos oder Videos machen, während du die Taucher beaufsichtigst.

Open Water Diver Kurs

  • Lasse die Tauchschüler nicht allein, weder an der Oberfläche noch unter Wasser.
  • Der Instructor führt alle Tauchgänge im Freiwasser aus und beaufsichtigt sie.

Im Allgemeinen haben Discover Scuba Diving Teilnehmer nur wenig Wissen und Fertigkeiten zum Tauchen und sind am abhängigsten vom Instructor des PADI Kurses oder Programms. Fühlt der Teilnehmer sich unwohl oder tritt ein Problem auf, ist er für die Problemlösung oder zum Beenden des Tauchgans und zum Auftauchen höchstwahrscheinlich auf den Instructor angewiesen.

Schüler von Open Water Diver Kursen hingegen verfügen über eine ausführlichere Entwicklung der Kenntnisse und gewöhnlich auch über mehr Training und Erfahrung im Wasser als die Discover Scuba Diving Teilnehmer vor ihrem Freiwasser-Tauchgang. Das bietet von Anfang an ein höheres Maß an Verständnis und Selbstständigkeit. Bedenke dennoch, dass die Schüler noch Anfänger sind, die den Kurs gerade erst beginnen. Mit zunehmendem Fortschritt und Wissen, wachsendem Überblick und verbesserten Fertigkeiten sinkt ihre Abhängigkeit vom Instructor. Der Programmaufbau zielt darauf ab, die Balance zwischen den Ansprüchen/Zielen sicherer Supervision während des Trainings und der wachsenden Fähigkeit der Tauchschüler, nach der Brevetierung sicher und unabhängig zu tauchen, herzustellen.

Alle Situationen, die im Wasser beaufsichtigt werden müssen, erfordern Planung, Sorgfalt und große Aufmerksamkeit. Sind Schüler dabei, die in besonderem Maße von dir abhängig sind, ist noch mehr gefragt. Unter diesen Umständen musst du deine Entscheidungen als Instructor noch genauer durchdenken, wenn es darum geht, wann und wie die Schüler-Instructor-Ratio reduziert wird, zertifizierte Assistenten hinzugezogen werden, unterschiedliche Techniken der Supervision angewandt werden, Tauchplätze gewechselt werden oder Tauchgänge abgesagt werden. Entscheide, was nötig ist, damit der Tauchgang zum Erfolg wird.

Bereite dich auf diese besonders wichtige Verantwortung vor indem du die unterschiedlichen Anforderungen an die Supervision zwischen den PADI Kursen und Programmen, die du anbietest, genau kennst. Prüfe jeden Tauchgang in Hinblick darauf, wie du die erforderliche Supervision am besten bieten kannst. Unterschiedliche Situationen erfordern verschiedene Lösungen – dein professionelles Urteilsvermögen macht den entscheidenden Unterschied.

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