Warum Papierkram wichtig ist

Neue PADI Instructors klagen manchmal darüber, mehr Zeit mit Papierkram als beim Tauchen zu verbringen. Warum also ist die schriftliche Dokumentation so wichtig?

Sie informiert Taucher über ihre Verantwortung, ihren Gesundheitszustand in Bezug auf die Gefahren beim Tauchen ehrlich und realistisch einzuschätzen und anzugeben – auch wenn Anbieter ihr Bestes tun, ein angenehmes und sicheres Taucherlebnis zu bieten. Zudem legt sie die Richtlinien fest, denen alle Taucher bei dieser transformativen Sportart folgen sollten. Falls es zu einem Vorfall mit rechtlichen Folgen kommt, dienen die Unterlagen als Beweismittel bei der Verteidigung des professionellen Tauchers. In der Regel sind sie auch feste Voraussetzung für deine Berufshaftpflichtversicherung. Jedes Formular erfüllt seinen eigenen Zweck:

Haftungsausschluss / Risikoerklärung – Dieses Dokument erklärt Teilnehmern die Risiken des Gerätetauchens und stellt sicher, dass sie sich darüber bewusst sind, dass etwas schief gehen kann. Sorge dafür, dass alle freien Felder ordnungsgemäß ausgefüllt werden bevor die Taucher das Formular unterzeichnen. Mache nach der Unterzeichnung keine Veränderungen mehr und vergewissere dich, dass das Formular korrekt datiert und unterschrieben ist.

Non-Agency Bestätigung – Dieses Formular erläutert deinen Kunden, dass PADI Member Betriebe nicht von PADI besessen werden, dass die professionellen Taucher keine Angestellten von PADI sind und dass PADI weder dein Tagesgeschäft noch die Entscheidungen deines Personals kontrolliert oder kontrollieren kann. Achte wie bei allen Formularen darauf, dass jegliche Lücken ausgefüllt werden und es dann unterzeichnet und datiert wird.

Erklärung zum Standard-Verfahren für sicheres Tauchen – Dieses Dokument erfüllt den Zweck, Taucher an ihre Verantwortung zum sicheren Tauchen zu erinnern – nicht nur als Tauchschüler, sondern auch nach der Brevetierung. Abermals müssen alle Lücken ausgefüllt und das Formular muss unterzeichnet und datiert werden.

Die Erklärung zum Gesundheitszustand erläutert die Risiken des Tauchens und verlangt vom Taucher die Offenlegung bestehender Gesundheitsprobleme. Jede mit „Ja“ beantwortete Frage erfordert die Zustimmung eines Arztes bevor der Taucher an Aktivitäten im Wasser teilnehmen kann. Achte darauf, dass der Taucher in jeder Zeile deutlich „Ja“ oder „Nein“ antwortet und das Formular unterzeichnet und mit dem Datum versieht. 

Früher oder später wird einer deiner Taucher eine der Fragen zum Gesundheitszustand mit „Ja“ beantworten und dies dann mit dir besprechen oder die Antwort nachträglich ändern wollen. Möchte der Taucher doch lieber ein „Nein“ angeben, bedenke die Gründe, die er dafür haben kann bevor du dies zulässt.

  • War es einfach ein Versehen? Wenn ein männlicher Teilnehmer auf die Frage „Bist du schwanger oder versuchst du, schwanger zu werden?“ mit „Ja“ geantwortet hat, kann die Antwort geändert werden. Stelle sicher, dass der Taucher die Änderung datiert und gegenzeichnet.
  • Hat der Taucher die Frage wirklich falsch verstanden? Ist die erste Antwort ein „Ja“, gibt es dafür einen Grund. Rate dem Taucher Angaben zum Gesundheitszustand ehrlich zu machen – zum Wohle seiner Angehörigen, seines Tauchpartners und seiner eigenen Gesundheit und Sicherheit. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Es ist wichtig, zu jedem Kursbeginn genügend Zeit für das Ausfüllen und Überprüfen der Formulare einzuplanen. Deine Sorgfalt für das ordnungsgemäße und akkurate Ausfüllen der Formulare durch deine Tauchschüler kann maßgebend für deinen Rechtsschutz im Falle eines Vorfalls sein.

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